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Hannover Concerts
 
Selig
18. Februar 2021
Musikzentrum
Verlegt

All Artists präsentiert: 

SELIG

MYRIADEN TOUR 2021

Donnerstag, 18. Februar 2021 | Musikzentrum Hannover
Einlass: 19:00 | Beginn: 20:00 Uhr
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Wichtiger Hinweis: Das Konzert von Selig am 18.02.2021 im MusikZentrum musste erneut verlegt werden. Der neue Nachholtermin ist am 15.03.2021. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.


Selig

Als Selig 1994 ihre Debütsingle „Sie hat geschrien“ veröffentlichten, war das Staunen groß. Eine Mischung aus Grunge und Rock, aber mit deutschen Texten – das hatte bisher noch niemand gemacht. Das selbstbetitelte, von Franz Plasa produzierte Debütalbum bescherte der Band wenig später den kommerziellen Durchbruch, samt Dauerrotation im Musikfernsehen, ausverkauften Shows und einem Echo. Was folgte, ist die klassische Rock’n’Roll-Geschichte: Mit ihrem deutlich psychedelischeren Zweitwerk „Hier“ feierte die Band das neue Rockstar-Leben noch, doch dann wurden sie von ihrem eigenen Erfolg überrollt. Kurz nach Erscheinen ihres dritten Albums „Blender“, das in New York entstanden ist und sich stärker in Richtung Pop orientierte, verließ Sänger Jan Plewka im Streit die Band. 1999 gaben Selig ihre Trennung bekannt.

Neun Jahre widmeten Jan Plewka, Gitarrist Christian Neander, Bassist Leo Schmidhals und Schlagzeuger Stephan „Stoppel“ Eggert sich anderen Projekten, bevor sie 2008 ihr Comeback bekannt geben. Seitdem läuft es für Selig besser denn je: Mit „Und endlich unendlich“ (2009), das Goldstatus erreichte, „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (2010), „Magma“ (2013) und „Kashmir Karma“ (2017) haben sie vier Alben veröffentlicht und es damit dreimal in die Top 10 der deutschen Charts geschafft. Sie haben am Bundesvision Song Contest teilgenommen, Lieder aus der Band-Historie für das Album „Die Besten (1994-2014)“ neu aufgenommen und für die Compilation „SELIG macht SELIG“ zuletzt befreundete Musiker wie Wolfgang Niedecken, Johannes Oerding und Olli Schulz gebeten, ihre Songs neu zu interpretieren. Bevor im Herbst ihr achtes Album erscheint, ist Jan Plewka ab April in der neuen Staffel der VOX-Show „Sing meinen Song“ zu sehen.


Selig veröffentlichen neue Single „Alles ist so“
Album „Myriaden“ kann ab sofort vorbestellt werden

Selig-Sänger Jan Plewka ist eigentlich ein ziemlich friedliebender Mensch. Ein Hippie im Herzen, ein Menschenfreund. Aber irgendwann ist halt auch mal Schluss, deswegen findet er in der neuen Single der Hamburger Rockband ziemlich deutliche Worte. „Wenn alles so bleibt, dann haben wir verloren“, singt er in „Alles ist so“, bevor es im Refrain der geradezu epischen Ballade heißt: „Alles ist so ordinär / Ich will nicht, dass die Welt so untergeht.“

„Alles ist so“ ist der erste Vorbote auf das achte Selig-AlbumMyriaden“, an dem die Band derzeit mit ihrem langjährigen Weggefährten Franz Plasa arbeitet und das einen starken gesellschafts- und vor allem klimapolitischen Ansatz hat. „Wir sind seit geraumer Zeit, angesteckt durch unsere Kinder und Fridays for Future, Aktivisten“, erklärt Plewka. „Wir haben Briefe an die Regierung geschrieben, sind aufgetreten, als Berlin blockiert wurde, und gehen eigentlich zu jeder Fridays-for-Future-Demo. Als wir dann mit der Arbeit an dem Album begannen, ging es in unserem Proberaum kaum um andere Themen als die Klimakatastrophe und den aufkommenden Faschismus.“

Den Wunsch, mit ihrer neuen Single eine klare Botschaft zu senden, bestärkte auch Plewkas Teilnahme an der VOX-Show „Sing meinen Song“. Die siebte Staffel der erfolgreichen Musikshow ist Anfang Mai gestartet. „Jeder Künstler darf dort ja einen neuen Song präsentieren“, so Plewka. „Wir hatten ursprünglich ein ganz poetisches Liebeslied ausgewählt – aber dann konnte ich drei Nächte nicht schlafen, weil ich dachte: Will ich so ein Lied dort singen, vor Millionen Menschen, wenn es doch gerade viel dringlichere Themen gibt? Was sage ich meinen Kindern, wenn sie mich irgendwann fragen, warum ich diese Plattform nicht genutzt habe, um etwas zu bewegen? Am Morgen, bevor wir uns mit der Band im Studio trafen, habe ich den Text dann innerhalb von 30 Minuten komplett umgeschrieben. Er kam einfach so aus mir raus, wie eine Eingebung.“

Man könnte ein Buch darüber schreiben so viel steckt in „Alles ist so“. Plewka singt von falschen Mentoren und falschen Symbolen, nach denen wir uns richten, von unserem ständigen Streben nach mehr Wachstum, aber auch von dem wunderschönen Blau unseres Himmels und Planeten – getrieben von dem Wunsch, dass wir all das wieder schätzen lernen. Los geht der Song mit einem atmosphärischen Intro, dann treffen sanfte Gitarren auf eine harmonische Klaviermelodie, bevor Plewka sogar kurz sprechsingt. Damit ist „Alles ist so“zweifellos der unkonventionellste Song, den man von Selig bisher gehört hat – jener Band, die Anfang der Neunziger mit einem Paukenschlag auf der Bildfläche erschien, ebenso schnell implodierte und seit 2008 stärker denn je zurück ist.

Bewegend ist übrigens auch das Musikvideo zu „Alles ist so“: Weil der eigentliche Videodreh aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, disponierten Selig kurzfristig um. Neben Bildern, die die Band bei einer Fridays-For-Future-Demo zeigen, sind darin auch Aufnahmen zu sehen, die ihnen Greenpeace zur Verfügung gestellt hat und die vollgemüllte Strände, schmelzendes Packeis und brennende Wälder zeigen. „Dieses Lied ist eine Aufforderung an jeden von uns. Sei nicht uniformiert, sondern hebe dich hervor. Mach etwas. Engagier dich, tu etwas für den Planeten und die Zukunft. Es ist ein Lied über Aufbruch“, so Plewka. „Es ist kein Wunder, dass Kinder auf die Straße gehen, denn eigentlich ist das leicht zu begreifen: Unsere Ressourcen sind endlich. Ich als Erwachsener habe es selbst lange nicht begriffen, aber ich habe es von den Kindern gelernt. Das müssen wir jetzt alle tun und Zeichen setzen.“

MYRIADEN erscheint am 16.10.2020 über Vertigo Berlin / LC 14513.

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Fotocredit: Dennis Dirksen
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